Schamanismus



Was ist eigentlich Schamanismus?

Für Alexandra Kalcakosz ist Schamanismus eine im Alltag angewandte Lebensphilosophie, die in Einklang mit universellen Schöpfungsprinzipien steht. Alle Naturvölker haben ihre eigenen, seit Urzeiten überlieferten Formen der Lebensführung, die grundlegende Übereinstimmungen aufweisen: die Wichtigkeit der Gleichwertigkeit zwischen allen Lebensformen und der Glaube an ein Höheres Schöpfungsprinzip.

Schamanen sind Männer oder Frauen, die willentlich in einen anderen Bewußtseinszustand eintreten, um mit (dem Alltag verborgenen) Informationsquellen in Kontakt zu kommen und Wissen, Kraft und/oder Heilung für andere zu erhalten. Als Personalunion aus Medizinmann, Priester und Psychotherapeut sind sie verantwortlich für das körperliche, emotionale, geistige und spirituelle Wohlergehen ihres Volkes.
Der Begriff „Schamane“ stammt aus dem Manjutungisischen, einer Sprache Sibiriens und bedeutet „mit Hitze und Feuer arbeiten“, wobei die Silbe „sa“ auch „Wissen“ bedeuten kann.

Das schamanische Weltbild ist in Schichten gegliedert. Das bekannteste, das dreischichtige Modell (es sind auch sechs-, sieben- und neunschichtige Modelle bekannt), unterscheidet zwischen oberer, mittlerer und unterer Welt. Die obere Welt beherbergt alle Licht- und Engelwesen, spirituelle Lehrer, das Wesen unserer Höheren Führung und die Seelen der aufgestiegenen Meister. Die mittlere Welt umfaßt alle Wesen der Stein-, Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt und die untere Welt wird von Schattenwesen, den Seelen der Verstorbenen, verdrängten Seelenanteilen sowie von allen ungelebten Möglichkeiten bewohnt.

Die verschiedenen Schichten werden auch Parallel-Welten genannt, in denen, parallel neben unserer alltäglichen Wirklichkeit, „nicht-alltägliche Wirklichkeiten“ wirken. In ihnen existieren sogenannte „Herrscher“ und „Wesenheiten“ und der Schamane nimmt mit diesen Wesen Kontakt auf. Um dies vorurteilsfrei tun zu können, muß der Schamane auf seinem Weg der Initiation die eigene persönliche Geschichte sterben lassen und den Tod als Verbündeten annehmen. Dies ist oft ein harter Weg, den niemand aus freier Entscheidung antritt. Je mehr Verbündete der Schamane auf seinem Weg dazugewinnt, desto größer und stärker wird sein Wirkungsfeld.

Für den Übergang in einen nicht-alltäglichen Bewußtseinszustand können verschiedene trance-induzierende Hilfsmittel verwendet werden. Diese sind kultur- und traditionsabhängig und reichen von heiligen Pflanzen über Instrumente wie Trommeln, Rasseln, Klangschalen, Didgeridoos bis zu Gesang. Der Schamane taucht aber niemals unwillkürlich in diesen erweiterten Bewußtseinszustand, sondern immer mit der klaren Absicht, spirituelles Wissen und/oder Heilkraft zu holen, um seine ihm Anvertrauten mehr und mehr in Einklang mit der Schöpfung zu bringen. Denn nur in Einklang mit dem Universum können wir Menschen ganz und somit auch heil sein.

Wie bei allen Traditionen ist es auch beim Schamanismus wichtig, Arbeitsmethoden auf die gegenwärtige Kultur und Zeitqualität abzustimmen. So ist es in unserer Zeit besonders wichtig, den Menschen Wege zu ihren eigenen spirituellen Fähigkeiten zu zeigen. Jeder Mensch kann Kontakt zu den Wesen der nicht-alltäglichen Welt aufnehmen, um einen größeren Blickwinkel seines Lebens zu erfahren und so mehr und mehr in das All-Einheitsbewußtsein eintauchen zu können. Wichtig ist es, daß sich der Mensch mit den Energien und Wesenheiten aussöhnt, die jenseits unseres menschlichen Verstandes existieren und dennoch auf unser Leben wirken. Um einige Beispiele anzuführen: Es existieren Wesen der Ahnen, der Organsysteme, der Gedanken, der Pflanzen, der Tiere, der Erde, des Alls, des Glaubens u.v.m.

Wie sieht es bei Ihnen mit einem harmonischen und respektvollen Miteinander mit diesen Wesen aus? Wo wirken diese Wesen destruktiv in Ihrem Leben, weil noch etwas „im Unreinen“ ist?
Dies sind wichtige Fragen bei der schamanischen Arbeit in unserem Kulturkreis. Denn der Schamane hilft, die Beziehung des Menschen zu allem, was ihn umgibt, zu bereinigen, damit der Mensch genährt und getragen sein kann von der universellen Energie der Kraft, der Liebe und der Weisheit.

Neben der schamanischen Trancereise in verschiedene nicht-alltägliche Wirklichkeiten haben auch Rituale einen wichtigen Platz. In einer Zeit, in der das Hauptaugenmerk auf Individualität liegt, kann der Schamane dem Menschen helfen, für sich lebensförderliche Rituale zu kreieren. So können diese, eingewoben in das Alltagsleben, dem Menschen helfen, das eigene Leben bewußter und sinnerfüllter zu gestalten. Beschützt und geführt vom Höchsten Schöpfungsprinzip.

Wie kann ich Schamanismus im Alltag leben?

Im schamanischen Weltbild existieren neben unserer alltäglichen Wirklichkeit zahlreiche „Parallel-Welten“, die in enger Verbindung mit dem stehen, was in unserem Leben wirkt.
Alles, was je existiert hat, gerade existiert und jemals existieren wird, hat eine dazugehörige „Wesenheit“, ein innewohnendes Wesen, das das Wesentliche repräsentiert.
Mit diesen Wesen kann jeder Kontakt aufnehmen, der um Rat und Hilfe bitten will. Er muß jedoch dazu bereit sein, sein Bewußtsein zu schulen und sich den Botschaften der „nicht-alltäglichen Wirklichkeiten“ zu öffnen.
Um das Leben in Einklang mit der Schöpfung und in voller Kraft leben zu können, ist es wichtig, sich mit allen Wesen auszusöhnen und sie als Verbündete in das Leben zu integrieren.

Fragen Sie Ihr Herz, wie es in Ihrem Leben mit diesem harmonischen, respektvollen Miteinander aussieht:

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Wie viel Aufmerksamkeit widme ich dem Wesen meines Körpers und den Wesen meiner Organe? Achte ich darauf, was sie brauchen?
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Wie gehe ich mit dem Hüter meiner Gefühle um? (Psychologie: „Inneres Kind“)
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Wie viel Achtung bringe ich dem Geist der Ahnen in meinem Leben entgegen?
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Wie gehe ich mit dem Hüter meiner Gedanken um?
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Erweise ich dem Hüter meines Glaubens (Höhere Führung, Gottbewußtsein) Respekt?

Alexandra Kalcakosz hilft durch ihre persönliche Form der schamanischen Energie-Arbeit – „Ingara“ – mehr und mehr in Einklang mit diesen Wesen zu kommen und in ihnen Hilfsgeister für den eigenen Seelenweg zu finden. Sie begleitet ihre KlientInnen nach einer Steinauflage, die das Energiefeld stabilisiert, in eine „nicht-alltägliche Wirklichkeit“ und unterstützt die Kontaktaufnahme mit jenen Wesen, die „in Unfrieden“ mit der Persönlichkeit der Klientin/des Klienten stehen. Ziel ist eine „Versöhnung“, ein harmonisches Miteinander, das allen zu mehr Kraft, Würde und Erkenntnis verhilft und damit zur Gesundheit des eigenen Wesens führt.

Denn es ist an der Zeit zu erkennen, daß wir in das Universum eingewoben sind.
Wir werden getragen von der Welt und wir tragen selbst Verantwortung gegenüber allem Leben.

Die Autorin

Alexandra Kalcakosz wurde am 15. Februar 1971 im Zeichen des Wassermannes geboren. Schon in ihrer Kindheit interessierte sie sich für alles Magische und Mystische. So beschäftigte sie sich bereits im Alter von 13 Jahren aktiv mit Tarot. Das Buch „Thoth“ verschaffte ihr erste Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Okkulten.
1994 begann sie ihre Ausbildung in psychologischer Astrologie. 1997 kam sie über die „Foundation For Shamanic Studies“ erstmals mit Schamanen in Kontakt. Seither studiert sie die Arbeitsweisen der Schamanen aus den verschiedenen Kulturkreisen, vertieft ihr Wissen über unterschiedliche feinstoffliche Hilfestellungen und wirkt in einem Arbeitskreis für esoterisches Heilen mit. Das Wissen um die Dynamik des Inneren Kindes und der Familienverstrickungen findet laufend Vertiefung in Seminaren führender Therapeuten und Psychologen und stellt einen wichtigen Baustein in ihrer Arbeit dar.